3D-DRUCK VON INDUKTOREN 

Welche FERTIGUNGSVERFAHREN gibt es FÜR INDUKTOREN?

Induktoren können auf unterschiedliche Weise gefertigt werden. Dies kann einerseits manuell, zerspanend oder als 3D-Druck sein.


Klassischerweise werden Induktoren manuell gefertigt. Dabei werden sowohl die Induktorköpfe als auch die Zuleitung manuell in die gewünschte Form gebracht. Es werden Flachkant- oder Rundrohre verwendet. Die Maßhaltigkeit wird vom Geschick des Fertigenden stark beeinflusst. Bei Steremat werden spezielle Biege- und Ausrichthilfsmittel verwendet, um auf ein Zehntel genau Ihre Induktoren zu bauen. 


Alternativ können Induktorköpfe und -füße mit Hilfe von Zerspantechnik gefertigt werden. Hierzu werden Vierkant- und Plattenhalbzeuge verwendet. Eine spanende Fertigung ist nur bei rotationssymmetrischen Bauteilen sinnvoll und bei geringer manueller Nachbearbeitung.


Die dritte Variante sind 3D-gedruckte Induktoren. Bevor 3D-gedruckte Induktoren gefertigt werden, müssen Sie vorab mit Hilfe einer CAD-Software konstruiert werden. Dieser Aufwand ist einmalig, muss aber korrekt ausgeführt werden. Denn der Drucker druckt genau das, was in der Zeichnung steht. Sollte hier ungenau gearbeitet worden sein, so wird es am Induktor zu sehen sein.


Steremat bietet alle drei Fertigungsvarianten an und wählt das für Sie passende Verfahren aus.

Was sind die Vorteile und nachteile von 3D-gedruckten induktoren?

Besonders beliebt sind 3D-gedruckte Induktoren, wenn es um eine Serienproduktion geht. Die Induktorgeometrie ist erprobt und der Induktor wird hier als Verschleißteil gesehen, welches oft ausgewechselt werden muss.

Der große Vorteil ist, dass zwar Arbeit in die Erstellung der Konstruktionszeichnung gesteckt werden muss, jedoch nur ein einziges Mal. Danach kann der gewünschte Induktor beliebig oft gedruckt werden. Es wird kein Personal dafür benötigt, welches den Induktor baut. Das heißt, dass die Induktoren quasi über Nacht ganz nebenbei im Drucker 3D-gedruckt werden können.

Geometrisch gesehen, sind hier vielfältige Formen möglich, selbst wenn diese manuell nicht zu fertigen wären. Dieser Freiheitsgrad ermöglicht ganz neue Herangehensweisen und ist nur durch den Druckraum geometrisch begrenzt. 


Zu beachten ist jedoch der Querschnitt für den Wasserdurchfluss. Bei vielen Generatorherstellern gibt es einen minimalen Durchfluss, welcher nicht unterschritten werden darf. Andernfalls geht der Generator in Störung. Zwar ist das gedruckte Material wesentlich rauer, wodurch die Wärme besser abgeleitet werden kann, jedoch verfallen meist die Garantieansprüche, sollte der Minimaldurchfluss manipuliert werden.


Auch für die Entwicklung neuer Prozesse ist der 3D Druck eher ungeeignet. Ein guter Induktorbauer baut die Induktoren zum einen schneller als der Drucker drucken kann. Zum anderen können sehr schnell und einfach Anpassungen durchgeführt werden, weil das Kupfer weicher ist. Bei gedruckten Induktor ist ein Richten auf Grund der Materialfestigkeit nicht möglich. Sobald die Induktorgeometrie jedoch feststeht, ist ein Umschwenken auf den 3D Druck gängig.


Im Moment ersetzt der  3D-Druck die manuellen und zerspanenden Fertigungsverfahren noch nicht. Es ist eine Frage der Zeit, wie sich die Drucker technisch weiterentwickeln. Zur Zeit ist es am besten die jeweiligen Vorteile gezielt auszunutzen.

Weiterführende Informationen zu Induktoren

Noch mehr Informationen zu Induktoren finden Sie im Induux Wiki.